Reitunterricht - Ein Beispiel
Dautenheim, 17.09.2009
Vor dem Reiten - Gymnastik
Nicht gerade beliebt, aber wichtig für Reiter und Pferd - die Gymnastik vor dem Reiten.
Zitat Landwirtschaftliches Wochenblatt: Verlorengegangene und reduzierte Beweglichkeiten sollen durch gezielte Bewegungen wieder zurückgewonnen werden. Der Reiter soll mit seinem Körper so umgehen, dass sich das Pferd entsprechend seiner natürlichen Möglichkeiten bewegen kann. Durch gezieltes Arbeiten werden Muskeln bei Reiter und Pferd aufgebaut und die Elastizität gefördert – in der Dressur, beim Springen und erst recht beim Vielseitigkeitsreiten. Auch der Freizeitreiter muss sich dieser Aufgabe stellen – egal in welcher Reitweise. Das Ziel ist eine feine (unsichtbare) Hilfengebung und ein harmonisches Zusammenspiel zwischen Reiter und Pferd und somit mehr Ästhetik im Pferdesport.
Pferd putzen
Ein Pferd sollte täglich gründlich geputzt werden. Das dient nicht nur dazu Schmutz und Staub aus dem Fell zu entfernen, sondern festigt auch die Bindung zum Pferd. Das Putzen ist für das Pferd eine angenehme Massage und hat einen ähnlichen Stellenwert, wie das gegenseitige Kraulen in der Herde.
Beim Putzen fallen außerdem Verletzungen, Schwellungen und kleinere Blessuren auf. So können die Verletzungen rechtzeitig behandelt werden. Auch Veränderungen am Fell und den Hufen bemerken Sie so. Sie können ein Hinweis auf Krankheiten und Unarten wie Scharren oder Scheuern sein.
Hufe auskratzen
Das Auskratzen der Hufe sollte vor und nach jedem Reiten geschehen, um Dreck und Steine aus den Hufen zu entfernen. Dabei spielt es keine Rolle, ob man im Gelände ausreitet oder auf dem weichen Hallen- oder Sandboden arbeitet.
Satteln
Es ist nicht nur wichtig, dass der Sattel passt, sondern auch, dass er richtig aufgelegt wird. Man sieht es immer häufiger, dass die Pferde zu weit vorne gesattelt werden. Das führt dazu, dass das Pferd seine Schultern nicht frei bewegen kann und gebunden läuft. Alle Reiter im Reitunterricht bilden ein Team und unterstützen sich gegenseitig. Erfahrenere Reitschüler helfen dabei den Anfängern.
Pferde auf den Reitplatz führen / Nachgurten
Wenn man das Pferd eine kurze Strecke im Schritt führt, muss es zwangsläufig etwas Luft ablassen und man kann den Sattel "nachgurten", d.h. den Gurt um einige Löcher enger schnallen bevor man aufsteigt.
Aufsteigen
Einreiten
"Zwei Runden rechts, zwei Runden links im Schritt." Das kennen inzwischen alle von Christine.
Jetzt geht es los!
Man weiß nie so genau was auf einen zukommt. Sind es heute Lenkübungen, oder Geschwindigkeit, Handpferdereiten, Spiele oder Seitengänge? Überraschen lassen ist die Devise.
Oben - die Gerte unterstützt die richtige Handhaltung
Oben - Lenken um die Tonnen herum
Die Reitlehrerin gibt Instruktionen.
Nach dem Reiten - Abtrensen, Absatteln, Putzen, Hufe auskratzen
Auch hier gilt: Wer Hilfe braucht fragt danach und bekommt sie.
Füttern
Dann das wichtigste für die Pferde - das leckere Futter nach der Arbeit.
Bericht und Bilder: Manuela Hain
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